Im vergangenen Jahrhundert begann der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828–1917), eine neuartige Anschauung des Menschen und dessen Störungen und Krankheiten zu entwickeln.

Andrew Taylor Still entwickelte ein Konzept, wonach Muskeln, Faszien und Skelett ein System bilden, welches als Stützgewebe im Zusammenhang mit allen anderen Systemen des Körpers steht. Still ging hierbei von den Naturgesetzen und den Wechselbeziehungen der verschiedenen Systeme im Organismus aus.

In Kirksville, Missouri, gründete er 1892 »The American School of Osteopathy«. 1917 erreichte die Osteopathie England und in den fünfziger Jahren den europäischen Kontinent. Seit Beginn der neunziger Jahre hat die Osteopathie auch im deutschsprachigen Raum Fuss gefasst.

Unter Beibehaltung des ursprünglichen Konzepts hat sich die Osteopathie ständig weiterentwickelt. Die Ausübung osteopathischer Medizin ist dadurch zu einem selbstständigen Beruf geworden, der eine mehrjährige, ganzheitliche Ausbildung erfordert.

Schulmedizin und Osteopathie arbeiten im Rahmen der Heilkunde zum Wohle des Patienten zusammen.